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Psychotherapie und Beratung und Betreuung erfolgen auf Basis der Anonymität. Die anfallenden Kosten werden von den subventionierenden Stellen (Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Bundesministerium für Gesundheit und Frauen sowie Sozialhilfeverband der BH Leoben) getragen.
Was ist Psychotherapie? Als Begründer der Psychotherapie gilt der Österreicher Sigmund Freud. Seither haben sich weltweit verschiedene psychotherapeutische Schulen und Methoden entwickelt. Mit dem Psychotherapiegesetz ist die Psychotherapie seit 1991 als eigenständiges Heilverfahren anerkannt. Das Gesetz umschreibt die Psychotherapie als geplante Behandlung von psychosozial oder psychosomatisch bedingten Leidenszuständen. Psychotherapie geht über die Behandlung von krankheitswertigen Störungen hinaus. Eine wesentliche Rolle spielt sie auch bei der Bewältigung von Lebenskrisen und Beziehungsproblemen sowie im Rahmen der Persönlichkeitsentfaltung, der Pädagogik und Erwachsenenbildung. PsychotherapeutInnen sind Personen aus unterschiedlichen Quellenberufen (Psychologie, Medizin,...), die bestimmte anerkannte psychotherapeutische Ausbildungen in der Dauer von mindestens 6 Jahren absolviert haben. Um die Berufsbezeichnung PsychotherapeutIn führen zu dürfen, muss die Anerkennung beim Bundesministerium für Gesundheit beantragt werden.
Einige psychotherapeutische Schulen:
Der Begriff Gestalt kommt aus der Gestaltpsychologie, die untersucht, wie Wahrnehmungen organisiert werden. Sie betrachtet nicht einzelne Empfindungen, sondern Ganzheiten und Ordnungen. Diese Ganzheiten werden als Gestalten bezeichnet, die in Figur und Hintergrund unterschieden werden. Von praktischer Bedeutung ist die Annahme, dass der Einzelne nicht passiv wahrnimmt, sondern sich aussucht, was er wahrnehmen möchte. Diese Selektion hängt mit dem augenblicklichen körperlichen und seelischen Gesamtzustand zusammen. Sogenannte unerledigte Geschäfte (offene Gestalten) selektieren unsere Wahrnehmung. Im Vordergrund der klassischen Gestalttherapie stehen das "Hier und Jetzt" und der Begriff des "Kontakts". Zentral in der therapeutischen Situation sind das unmittelbare Erleben von Gefühlen und Erfahrungen und das Handeln. Anstatt nur über seine Probleme, Sehnsüchte, Visionen etc. zu sprechen, inszeniert sich die KlientIn auf der gestalttherapeutischen Bühne. Die integrative Gestalttherapie integriert neben anderen Elementen auch Elemente der Psychoanalyse und Methoden der Körpertherapie. Der Einsatz von kreativen Medien (Malen, Formen mit Ton, Klangproduktion) sowie Körperarbeit charakterisiert diesen Ansatz. In der Psychotherapie von suchtgefährdeten bzw. suchtkranken KlientInnen eignet sich dieser Ansatz u. a. wegen seiner Möglichkeit, die ausschließliche Fixierung auf das Suchtmittel zu lösen, und zu dahinterliegenden Erlebnisinhalten Kontakt zu bekommen, die den Weg in Richtung Bewältigung der Sucht weisen.
Systemische Familientherapie – Systemische Therapie Neben des immer komplexer werdenden Feldes der Systemischen Therapie liegen die Schwerpunkte auf folgenden Ansätzen:
Die Gemeinsamkeit der Ansätze besteht in
Die Haltung der TherapeutIn gegenüber den KlientInnen beschreibt Insoo Kim Berg in ihren „Vorannahmen“, wie folgt: „Die Landkarte ist nicht die Landschaft. TherapeutInnen haben weder die Macht noch das Wissen, um KlienntInnen zu ändern. Kein Ansatz passt für alle. Es gibt weder die wahre Ursache noch die wahre Wirkung. Es gibt mehr als eine mögliche Lösung. Lösung und Problem sind nicht notwendigerweise miteinander verbunden. Der einfachste und am wenigsten einschneidende Ansatz ist oft die beste Medizin. Das Einfache ist nicht das Leichte. Menschen können in kurzer Zeit Besserung erreichen und schaffen es auch. Änderung geschieht ständig. Fokussiere auf Stärken und Ressourcen statt auf Schwächen und Defizite. Fokussiere auf die Zukunft statt auf die Vergangenheit.“ In weiterer Folge fließen neben der Methodik der systemischen Therapie auch Ansätze der „Kognitiven Therapie bei Sucht“ (Beck/Bright/Newman/Liese) ein, um das System von suchtspezifischen Grundannahmen der KlientInnen zu modifizieren.
Die Transaktionsanalyse (kurz TA) ist eine Methode der humanistischen Psychologie, die hilft und dazu anregt, sich mit dem eigenen Verhalten und den damit verbundenen Gedanken, Erfahrungen und Gefühlen auseinander zu setzen, Grundüberzeugungen in der TA sind:
Die TA geht davon aus, dass jeder Mensch sehr unterschiedliche Persönlichkeitsanteile besitzt. Wenn man sich so verhält, denkt oder fühlt wie man es als Kind getan hat, befindet man sich im Kind-Ich-Zustand. Entsprechend dazu gibt es einen Erwachsen-Ich-Zustand und einen Eltern-Ich-Zustand. Jeder dieser Ich-Zustände hat charakteristische Eigenschaften und kann daher genau bestimmt werden. Die Kommunikation (Transaktionen), die wir aus unseren drei Ich-Zuständen heraus führen, kann auf diese Weise sehr wirksam aufgegliedert und untersucht werden. Ein zentrales Bedürfnis des Menschen, ist das Bedürfnis nach Anerkennung bzw. Zuwendung. Jeder Mensch lernt in seiner Kindheit auf unterschiedliche Weise diesen Hunger nach Zuwendung zu stillen. Daraus entwickelt sich ein unbewusster Lebensplan (Skript), der uns oft Probleme bereitet. Die TA ermutigt über die Analyse von psychologischen Spielen diese Methoden zu prüfen und bei Bedarf durch Verhaltensalternativen zu verändern. Ziel der TA in diesem Zusammenhang ist es,
Das Ziel jeder verhaltenstherapeutischen Intervention liegt in der Verbesserung und Stabilisierung der Autonomie des Individuums, die infolge psychischer Krisen und Belastungen Einschränkungen erfahren hat oder sich nicht ausreichend entwickeln konnte. Autonomie bedeutet eine befriedigende Gestaltung sozialer Beziehungen, nämlich eine Balance zu finden zwischen dem Bestreben nach Unabhängigkeit und dem Bedürfnis nach sozialer Akzeptanz. Kognitive Therapieansätze als relevante Bestandteile der Therapie fördern und fordern die Selbstreflexion der KlientInnen; Gefühle und Gedanken, vergangene und aktuelle Ereignisse sind ebenso Inhalt wie offenes, beobachtbares Verhalten. Eine tragfähige TherapeutInnen - KlientInnen - Beziehung gilt als Voraussetzung für jegliches therapeutische Geschehen und ist gegebenenfalls auch dessen Fokus. Eine zentrale Grundannahme der Verhaltenstherapie ist es, dass die Einsicht allein nicht genügt, um dauerhafte Veränderungen zu erreichen und dass ein Überprüfen und Erproben neu erworbener Kognitionen oder Fertigkeiten in der Realität notwendig ist. Im Rahmen einer Verhaltensanalyse werden die Rahmenbedingungen für die Entstehung und die Aufrechterhaltung des Suchtverhaltens erarbeitet. Meist handelt es sich dabei um komplexe Prozesse, die kognitive, emotionale, physiologisch-somatische und verhaltenspsychologische Aspekte mit einbeziehen; ebenso spielen das Alter und soziale Bedingungen, wie die Verfügbarkeit einer Droge, eine bedeutende Rolle. Auch kommen die Beurteilung des Drogenmissbrauches in der sozialen Bezugsgruppe, die sich aus einem Missbrauch ergebenden sozialen Konsequenzen sowie kulturelle Aspekte als relevante Rahmenbedingungen in Frage. Darauf basierend fördern kognitive Verfahren
Suchtpräventionsprojekt für die Lehrlinge der Voest-Alpine DonawitzIm Auftrag der Voest-Alpine Donawitz wurde eine Seminarreihe für die Lehrlinge des Betriebes entwickelt. Die Jugendlichen erhielten die Möglichkeit, an einer Peerausbildung mit Zielrichtung Suchtprävention teilzunehmen. In drei Blockseminaren und an einem Reflexionstag setzten sich die TeilnehmerInnen mit sich selbst, der eigenen Suchtgefährdung, Suchtmechanismen und dem eigenen Suchtverhalten theoretisch und praktisch auseinander. Gemeinsam mit den zwei Lehrlingsbetreuern der Voest-Alpine Donawitz und den zwei OutdoortrainerInnen absolvierten 13 Jugendliche diese Ausbildung, die in einer Selbstversorgerhütte in der Obersteiermark stattfand.
Anonyme Alkoholiker Die Gruppe der Anonymen Alkoholiker betreibt in den Räumlichkeiten des BIZ - Obersteiermark völlig eigenständig eine erfolgreiche und gut besuchte Selbsthilfegruppe. Die Gruppentreffen finden jeweils Freitags von 18:30 bis 20:00 statt. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Sie können sich in der Zeit von 18:00 bis 21:00 Uhr
auch an die Telefonkontakstelle der Anonymen Alkoholiker wenden:
abgeschlossene Gruppen „An der Grenze des Bewältigbaren“ Informationsabende für Angehörige von Abhängigkeitserkrankten Sucht betrifft nicht nur Abhängige selbst, sie zieht auch deren soziales Umfeld immer mehr in Mitleidenschaft. Besonders Familienangehörige wie Eltern oder Partner werden zunehmend in den Suchtprozess verstrickt und von Gefühlen wie Machtlosigkeit, Angst, Hilflosigkeit und Schuldgefühlen bestimmt. Es wird immer schwieriger zu erkennen welche Art von Hilfe möglich und sinnvoll ist. Im scheinbar ewigen Auf und Ab von Hoffnung auf Veränderung und enttäuschten Versprechungen gefangen, macht sich immer mehr Verwirrung und Verzweiflung breit. Die eigenen Bedürfnisse werden immer weniger wahrgenommen und bleiben zunehmend auf der Strecke. Die die helfen wollen, werden selbst zunehmend hilfloser, kraftloser und verwirrter und brennen immer mehr aus (burn out). Deshalb ist es uns wichtig, dass auch Angehörige Zugang zu Hilfsangeboten bekommen und mit ihrem oft enormen Leidensdruck nicht alleine gelassen werden. Die Ziele dieses Angebotes waren Informationsvermittlung durch die BeraterInnen, aber vor allem auch die gegenseitige Stützung und der Austausch durch die Angehörigen selbst.
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Stand: 15.9.2010